Am anderen Ende der Welt

-Far, Far Away in New Zealand-

 
13Februar
2014

Kuala Lumpur City Centre + Butterfly Park

Am heutigen Mitttwoch wollte ich mir die Innenstadt genauer anschauen. Neben dem Menara Tower, dem mit 421m höchstem Fernsehturm der Stadt, sind die Petronas Twin Towers (Zwillingstürme, je 452m hoch) der Mittelpunkt Kuala Lumpurs. 

                 

Der Menara Tower, der kleinere von Beiden, von der Straße aus/ Zudem schmücken die Chinesen ihre Straßen für die Festlichkeiten zum Neuhjahrsfest- (kommt mir so vor, als wenn jedes Wochenende Neuhjahr wäre)

                       

Sowohl vorne als auch hinten: Große Park und Wasseranlagen sorgen für das passende Umfeld

Direkt davor: So groß wirken sie gar nicht, doch 452m sprechen für sich. Die oberen Stockwerke werden für Büroräume genutzt, unten reiht sich eine Luxusboutique an die Andere. Gucchi, Armani, Prada, Versace, Dior- alle haben sie hier 3 oder 4 Läden.

                   

Die Parkanlage auf der Rückseite der Tower. Hier ist im Vergleich zum Rest der Stadt noch alles grün.

Imposanter Anblick: erst Recht bei Nacht

Einer von zahlreichen Hindutempeln, die man unterwegs sichten kann- auch in der Stadt

 

Auf dem Rückweg habe ich dann noch kurz im Butterfly Park vorbeigeschaut. Ein, bei so einem heißen Wetter, nicht allzu großes Vergnügen. Auf 7.5000 Quadratmetern trifft man über 5.000 Schmetterlinge an.- in allen Varianten und Farben.

                   

               

                   

So, das war's für mich! Die Reise geht dem Ende entgegen. Nach 6 Monaten und 1 Tag begebe ich mich zum Anfang meiner Reise. In ein paar Stunden mache ich mich auf zum Flughafen und erwische dann hoffentlich den Flieger nach Frankfurt. Einen Reiseabschlussbericht wird es dann vermutlich in den nächsten Tagen aus dem Sauerland geben.

Danke an diejenigen, die mir so treu und fleißig gefolgt sind- 6 Monate sind eine lange Zeit! Bis bald in Deutschland!

11Februar
2014

Affengeil! Ein Tag am Hindu Tempel

Selamat siang- Guten Tag!

Die Batu Caves im Norden Kuala Lumpurs. Ich finde mich immer besser zu Recht, die Orientierung zu behalten fällt mir immer einfacher. Solangsam fängt diese viel zu große und viel zu chaotische Stadt an, mir zu gefallen. Arm & reich, sauber & dreckig, grüne Parkanlagen & zubebaute Ortsteile- diese krassen Gegensätze fallen mir immer häufiger auf, nicht zuletzt bei der Zugfahrt am Morgen.

Während die hochmodernen Züge hochautomatisiert von a nach b fahren und dafür keinerlei Personal benötigen, kauft man die Tickets klassisch am Schalter. Das Ticket selbst erinnert an eine Notiz, die eben fix auf das Blatt gekritzelt wurde. Umgerechnet 90ct für 2x25 Minuten Fahrt- daran sollte sich der maßlos-überteuerte Regionalexpress in Arnsberg mal ein Vorbild nehmen!!

An der Haltstelle "Batu Caves" angekommen überraschten mich zuerst die unzähligen, freilebenden Affen, die die Fahrgäste freundlich begrüssten, und, die Hand zum Betteln ausstreckten.

Alles nur Ablenkungsmanöver!! Während der Affe vor mir (scheinbar) versuchte, sich mit mir zu unterhalten sind 2 weitere Affen von Hinten auf meinen Rucksack gesprungen, haben den Rucksack aufgemacht (den Rucksack aufgemacht!) und mir meine Erdnüsse geklaut (1kg Erdnüsse aus dem Rucksack)!? Niemand klaut mein Essen, dachte ich.

Da gehen sie dahin, meine Erdnüsse. Mit soviel Dreistigkeit und Raffinesse hatte ich nicht gerechnet- schmunzeln musste ich allerdings doch.

                   

Zurück zu den Batu Caves: De Batu Höhlen sind Kalksteinhöhlen, die rund 20km nördlich von Kuala Lumpur liegen und einige Hindu-Tempel beherbergen. Die berühmteste ist eine 100m hohe Kathedralenhöhle, in der mehrere Hindu-Schreine errichtet wurden. Diese kann man über 272 steile Treppenstufen erreichen- gar nicht mal so angenehm bei diesem tropischen Wetter! Viele der Schreine erzählen die Geschichte vom Sieg des Gottes Murugan über den Dämon Soorapadam- hinduistische Mythen und Sagen sind jetzt nicht gerade mein Spezialgebiet. Auf dem Vorplatz steht eine 42,7m hohe Statue Murugans, die im Januar 2006 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Alljährlich Ende Januar oder Anfang Februar werden die Batu-Höhlen zum Angelpunkt des hinduistischen Thaipusam-Festes mit seinen teilweise masochistisch anmutenden Riten- interessant, glücklicherweise war das heute nicht der Fall!

Über folgenden Satz musste ich dann im Nachinein schmunzeln: "Auf dem Hügel und um die Höhlen leben zahlreiche Makaken, die sich von Besuchern füttern lassen, aber sich auch des Öfteren einfach selbst bedienen." Jaa, das kann ich bestätigen!

Hier genauer zu sehen: Ein Teil der Stufen zu den Höhlen, zur Rechten der Gott Murugan

                   

Getting closer to the top!

                   

Eine der zahlreichen Schreine- hier finden manchmal Opferungen statt

                   

Die hohe Kathedrale: 100m bis nach oben

                   

                 On the way back: Steil nach unten

                  

                   

Bei diesem Wetter muss die Kühlung dauerhaft angekurbelt werden: Hier mit frischen Kokosnüssen!

09Februar
2014

Kulturschock in Südostasien- Erste Eindrücke aus Malaysia

                   

Nach 8 bequemen Stunden Flug traf ich gegen 14 Uhr Ortszeit in Kuala Lumpur ein, der Hauptstadt von Malaysia. Das der Flughafen von Malaien nur so überfüllt war überraschte mich nicht, es war ja schließlich der Flughafen- das die Innenstadt, nur so aus allen Nähten platzte, wunderte mich schon sehr. Tausende Straßen und Seitengassen, Millionen Menschen, eine vermutlich eher durchschnittliche Beschilderung, manche Schilder existieren nicht mehr- und um ehrlich zu sein: eigentlich hört sich alles gleich an. Wo ich heute war? Also, das ist eigentlich ganz einfach: Masjid Jamek, Bukit Bintang, Istana Pahang, Beraya Times Sqaure oder Sri Mahamariaamman Temple. Um einige Straßennamen zu erwähnen: Jalan Raja Chulan, Jalan P Ramee, Jalan Tun Tan Cheng Lock oder auch Jalan Tun Sambanthan (Angaben ohne Gewähr/ Rechtschreibkorrektur). Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen könnte man sich eine Stadtkarte anschauen. Theoretisch schon, praktisch hilft diese allerdings auch nicht weiter:

Halten wir fest, die Stadt ist groß, die Stadt ist riesig. Mein eigentlich recht guter Orientierungssinn hilft mir nicht weiter, deshalb habe ich heute ersteinmal kürzere Strecken zurückgelegt und mir dann erst den Weg zurück zum Hotel gesucht, bevor ich mir etwas neues angeschaut habe. 

Chinatown direkt zu Beginn? Nein, heute nicht. Auf meinem Weg zum Hotel musste ich mich gestern schon durch die Chinatowngasse durchquären. Hunderte Läden sind auf der Suche nach den "reichen Europäern", Taxifahrer ziehen dich förmlich in ihr Taxi, stark geschminkte Frauen bieten Massagen in Seitengassen an (keine Angst, ich konnte und kann immernoch widerstehen!)- hinzu kommen Dutzende gaffende, allerdings hauptsächlich freundlich-grüßende Gesichter und einige Fotoanfragen, denn mit 2 Metern Größe und blonden Haaren bin ich im Gegensatz zu jeder anderen Person in Kuala Lumpur eine absolute Attraktion. Vielleicht bin ich einfach nur im falschen Teil der Innenstadt gelandet? Lächelnd

Nichtsdestotrotz: Gewöhnungsbedürftig ist nicht gleich schlecht und die "Was-ich-nicht-kenne-gefällt-mir-nicht-Haltung" habe ich schon von langer Zeit abgelegt, also auf in's Getümmel! 

Der Eingang in eine andere Welt. Der Wochenmarkt tickt komplett anders. Orientalische Musik, Brüllen & Schreien, häufig fliegen die Fetzen, manchmal fliegt der Fisch vom einen Stand zum Anderen. Tausende Menschen und Verkaufsstände, es wird gegrillt, gebraten, gekocht und gebacken was das Zeug hält. Neben Hähnchen, Schwein, Schlange, Schaf, Katze etc. gibt es Obst, Gemüse, Nüsse, Süßigkeiten und Dinge, die ich nicht nocheinmal probieren möchte.

                   

Sri Mahamariamman, ein Hindutempel in Nähe von Chinatown. Die Schuhe muss man beim Betreten auszuziehen, darüberhinaus gibt es noch weitere Rituale, wie z.B. Schultern bedecken, keine kurze Hose.

Vorbereitung für eine der zahlreichen Straßenfeste, zur Linken der Fluss Sungai Kelang.

Am Abend meiner Ankunft wurde ich dann von vielen freundlichen Chinesen eingeladen, dass Neujahrsfest mit ihnen zu feiern. Für Buffet und Hochprozentiges aus China sorgte das Hotel, sodass ich mir um nichts Gedanken machen musste. Die Party selbst stieg auf Deck 14, mit Blick auf den Kuala Lumpur Tower (der Kleine mit der Kugel) und Petronas Twin Tower (ehemals höchste Türme der Welt mit 452m, da werde ich morgen oder übermorgen mal vorbeischauen). Das Buffet war wirklich ausgezeichnet und traditionell chinesisch. Dabei muss ich anmerken, dass der Nudelsalat wie zu Hause geschmeckt hat! Marius und 40 Chinesen, leider gibtes davon kein Foto.

                   

 

Der selbe Blick am Abend: Kuala Lumpur Tower, Twin Tower und HSBC Bankgebäude (rechts)

                       

 

Am heutigen Tag habe ich mich dazu entschieden, mir den Central Market genauer anzuschauen. Märkte, Kaufhäuser, Shopping Malls entstehen hier zur Zeit an jeder Ecke, sind beliebter und besuchter denn je. Ersteinmal musste ich mir meinen Weg über die Straße bahnen. Ampeln sind hier so unwichtig wie Verkehrsschilder. Der Verkehr ist noch nicht ganz zum Stillstand gekommen, schon macht sich die Person im Auto am hinteren Ende bemerkbar. Lichthupe, Hupe oder Handbewegungen sind da nur die gängisten Mittel. Das lässt sich natürlich niemand gefallen, also hupen alle mit. Ampeln aufstellen oder Zebrastreifen malen? Wie sinnfrei, das schafft maximal Arbeitsplätze, Aufwand und Kosten stehen allerdings in keinem Verhältnis zum Nutzen für den Fußgänger. Nicht selten habe ich das Gefühl, das Zebrastreifen als Beschleunigungsstreifen genutzt werden.

Wenn der Verkehr mal gerade nicht läuft und ich mehr als 5 Hupen höre, und das dauert nicht lange, weiß ich: Jetzt kannst du die Straßenseite wechseln.

                   

Obst, Gemüse und Kokusnüsse gibt es hier an jeder Straßenecke- bei 33° ist das nicht immer die beste Wahl.

                   

Im Falle einer Hochzeit: Fantastische Hochzeitsringe für umgerechnet 4 Euro, sogar mit Gravur. Wahnsinn, Toll, Einmalig!

                                   

Hier ein kleiner Eindruck über den Ramsch, der anmanchen Orten vertickt wird. Auch wenn die Fotografin nicht die Beste war. Vielen Dank für das Foto. Gekauft habe ich trotzdem nichts.

Fisch-Spa, für mich möglicherweise an einem anderen Tag.

                   

Nein, damit keine Missverständnisse aufkommen, das ist kein Parkplatz! Der gute Herr in der Mitte hat vermutlich die Hupphase ausgenutzt und sich den Weg auf die andere Seite gesucht.

Essstände gibt es nun wirklich an jeder Ecke- lecker sieht es ja aus, bisher hab ich mich alledings noch nicht ganz getraut.

                   

Dieser Herr hat kurzer Hand sein Business nach draußen verlegt. Mobile Schuhputzer,- Verkäufer- und Reparateure gibt es auch überall.

                   

Bei 33° ist es wichtig, dass die Klimaanlagen funktionieren. Doppelt hält bekanntlich besser.

Der Reiseführer hat mir dann den Weg in eines der neusten Einkaufscenters empfohlen. Diese Megamall wurde 2003 eröffnet und vereint Times Square und Champs-Elysées. Mit der South China Mall in Hongkong ist es, das (Achtung!) größte Einkaufszentrum der Welt. 3.000.000 Besucher monatlich können in 1.000 Geschäften und über 65 Restaurants ihre Zeit verbringen. 

                   

                                                                             

In einem der 65 Restaurants bin ich auch gewesen. Für umgerechnet 2,50€ gab es Orangensaft, eine ausgesprochen leckere Suppe und eine  Nudelschüssel mit Hähnchen, gebratenem Gemüse und irgendwelchen panierten ... ich weiss nicht, was das war ... absolut lecker und ausreichend. Die Essenspreise wären definitiv ein Auswanderungsgrund- vermutlich der einzige für mich.

                   

Auf meiner Erkundungstour in der Mall habe ich weitere interessante Dinge gesehen. Aufeinmal hängt eine riesengroße Achterbahn von der Decke, mitten im Einkaufszentrum!? Crazy. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass im Berjaya Times Square der größte Indoor-Freizeitpark Asien's Platz gefunden hat. Auweia, wow!

                                      

Mal abwarten, was mich in den kommenden Tagen erwartet.

06Februar
2014

Tagestour auf der wunderbaren Great Ocean Road- mit vielen, kleinen Menschen aus dem Norden

Der gestrige Tag startete für mich um 06:15, schließlich wollte ich "eine der schönsten Straßen der Welt" entlang fahren. "Die Great Ocean Road ist eine 243 km lange Straße, die entlang der australischen Südküste zwischen Torquay und Allansford im Bundesstaat Victoria verläuf. Sie gilt als eine der bekanntesten Scenic Routes bei Touristen in Australien. In einer Studie wurde festgestellt, dass jährlich zwischen 6,5 bis 7,5 Millionen Besucher in die Region der Great Ocean Road kommen und bis 2030 weitere 2,4 Millionen hinzu kommen werden." 

Das Tor zur Great Ocean Road: Immernoch 37° und wolkenfrei, allerdings war der Bus komfortabel und gekühlt. Ich wurde zuerst eingesammelt und durfte vorne auf dem Beifahrersitz Platz neben. Scheinbar mögen die Australier große Leute. Beim Flug von Auckland nach Sydney habe ich den größten Platz bekommen, am Notausgang mit Fensterblick. Auf dem Flug von Sydney nach Melbourne war ich Passagier Nummer 1A, hatte mehr als genug Platz und durfte sogar die Piloten während dem Flug in Cockpit besuchen- scheinbar sind das hier andere Sicherheitsbeschränkungen. Mein Platz heute, vorne links im Bus: Fenster, Klimaanlage, beste Aussicht zum Ocean, und geputzte Scheiben würde schnelle Fotos während der Fahrt. Optimal, es kann losgehen.

                     

Den ersten Halt machten wir am Kennett River, da wo freilebende Koalas in den Bäumen sitzen. Das Gebiet ist eigentlich zu klein, um es in die Hubrik Dorf einordnen zu können, daher wurde es einfach nach dem angrenzenden Fluss benannt. Schöner Strand, Koalas und Papageien locken viele Touristen/-Busse an, und nicht zuletzt auch unsere Mitmenschen aus dem fernen Asien, viele Menschen aus Asien, sehr viele Menschen aus Asien!! Viele Asiaten sind natürlich nicht grundlegend das Problem, aber ... wenn der Papa ruft, stürmen Generationen auf die Fotospots zu und besetzen das ganze Gebiet für, 10 Minuten, 15 Minuten? Schreien, kreischen, schuppsen, drängeln, rülpsen und fotografieren. Erst das Kind, dann der Opa, dann Opa mit Kind, dann fehlt die Mutter auf dem Foto, die kommt aber nicht ohne den Vater, auf einmal stimmt das Motiv nicht mehr, dann gehen alle 4m nach links und 2m zurück- ihr wisst was ich meine.

Gut, um ehrlich zu sein, die Kultur überrascht mich inzwischen nicht mehr. So war es in Sydney, so war es in Neuseeland, oh mein Gott, wie wird das erst in Malaysia? Im Laufe der Zeit habe ich meine eigene Strategie entwickelt: Ich gehe 10m weiter nach rechts gehen, mache Fotos von uninteressanten Dingen  (Steine, Ameisen, Vögel- irgendetwas)- und siehe da, schon bewegt sich ein ganzes Volk mit Dutzenden von Kameras, Handys, Taschen, Rucksäcken, Wanderstöcken, kreischenden Kindern, Jacken, Pullovern und Sonnenschirmen (Asiaten mögen die Sonne nicht) 10m weiter nach rechts. Ob der Koala zuvor fotografiert wurde ist nicht wichtig, hauptsache, man verpasst nichts. Das System geht in der Regel auch, daher dürft ihr die folgenden Fotos auch in ganzer Pracht betrachten- damit meine ich: Ohne Hände, Füße und Köpfe.

                     

                     

Manchmal sind sie dann doch einfach da. :-)

                     

                     

                     

Das Mittagessen hatte ich zu diesem Zeitpunkt hinter mir. Nudeln, Pommes, Salat und Schnitzel standen auf der Speisekarte, schließlich muss ich mich ja solangsam wieder auf das Essen im Sauerland vorbereiten. Nach einer kurzen Siesta am Strand hielten wir am Otways's Rainforest, wo wir uns auf einem 20-minütigen Rundgang die Beine vertreten konnten.

                     

                     

Gut, über viele Touristen habe ich ja schon berichtet. Na gut, zwei kleine Fotos, mehr aber nicht!:

                     

So sah es hier eigentlich aus. Tricks helfen da nicht mehr. Bei sovielen Leuten kann man nicht mehr Rücksicht auf jede einzelne Kamera nehmen. Im Endeffekt hat meine Kamera die Situation aber gut überstanden.

DER Stopp schlechthin, ewta 4h von Melbourne entfernt: Die 12 Apostles, die eigentlich gar keine sind, eigentlich sind es nur 8, die restlichen 4 sind eingestürzt. Hier tummeln sich Hunderte von Touristen, Helikopter fliegen im Sekundentakt. Die 12 Apostel sind vor 10 bis 20 Millionen Jahren entstanden und wurden durch Erosionen von den hohen Steilküsten, bis zu 70m hoch, isoliert.

Die "12 Apostel"- der letzte ist vor 3 Jahren eingestürzt

 

Weiter ging es zur Lord Ard Gorge im Port Campbell National Park. Geschichten über dieses Gebiet handeln hauptsächlich von gesunkenen Schiffen und verunglückten Seeleuten, die vor der Küste ihr Leben ließen. Der Ort an sich war allerdings wunderschön.

                     

                     

                     

Der letzte Stop auf unserer Tour, die London Bridge- die eigentlich keine ist, nachdem sie 1990 eingebrochen ist. Die Geschichte erzählt von 2 jungen 19-Jährigen, Junge und Mädchen, die sich nicht kannten und auf die rechte Seite der Brücke gewandert sind. Es gab einen lauten Knall und auf einmal war der Übergang zur anderen Seite verschwunden. Polizei und Feuerwehr waren zu diesem Zeitpunkt mit einem großen Straßenunfall beschäftigt, sodass die beiden Jugendlichen vorerst festsaßen. Nach 2 Stunden wurden sie von einem TV-Hubschrauber gerettet und zurück an Land gebracht. Die Beiden heirateten und wurden glücklich bis an ihr Lebensende- leider nicht. So wollte es zumindest der TV- Sender, um seinen Profit aus der Sache zu ziehen. Allerdings beschloss das Mädchen zurück nach England zu ziehen. Dennoch eine interessante Geschichte.

Gegen 9 Uhr am Abend wurde ich dann wieder vor meinem Hostel in Melbourne abgesetzt. Fazit: Super Tagestour mit tollen Erlebnissen- die Great Ocean Road zählt meiner Meinung nach zurecht zu den schönsten Straßen der Welt- bis jetzt wohl eher zu den schönsten Straßen, die ich bis hier hin gesehen habe. :-)

Das Tour-Programm könnt ihr hier noch einmal nachlesen (Link kopieren und in der Linkleiste einfügen) http://wildlifetours.com.au/tours/great-ocean-road-1-day-tour

So, in 6 Stunden muss ich wieder aufstehen, um mich auf den Weg nach Malaysia zu machen. Bis die Tage!

04Februar
2014

Ankunft in Dubai, äh ... Melbourne!- Kommt mit auf eine virtuelle Stadtführung

Nein, ich bin nicht in Dubai, aber so stelle ich es mir vor. Melbourne ist wunderschön, wirkt allerdings wie eine Großbaustelle. Hier wird an jeder Ecke gebaut, während auf der einen Seite noch die neusten Wolkenkratzer fertiggestellt werden, fangen die Bauarbeiten für den Nächsten schon auf der anderen Seite an- 28 Baukräne kann man bei gutem Wetter aus meinem Hostelzimmer sehen:

Allerdings ist es keineswegs so, dass Melbourne baut, weil es nichts zu bieten hat. Die Stadt selbst ist wunderschön und fassettenreich. In Melbourne gibt es neben Chinatown, der Größten in der "westlichen Welt" und zudem eine der Ältesten der Südhalbkugel,  das Gebiet um die Lygon Street im Norden, bekannt als Little Italy, wo die meisten Italiener in Australien wohnen. In Australiens Sporthauptstadt steht das mit über 100.000 Sitzplätzen größte Cricket- und Footballstadion in ganz Ozeanien. Der Queen Victoria Markt, bestehend seit 1850, ist mit 7 Hektarn der größte Freiluftmarkt der Südhalbkugel. Viele, viele Superlative- das führte dazu, dass Melbourne  2002, 2004, 2005, 2011 und 2012 zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wurde (unter Berücksichtigung der kulturellen Gegebenheiten, des Klimas, der Lebenshaltungskosten und des sozialen Umfeldes, Quelle "The Economist").

Bennant nach der früheren Königin von England Queen Victoria, die von 1837- 1901 über das British Empire heerschte, befindet sich der gleichnamige Markt im Zentrum Melbournes. Wie schon zuvor erwähnt, der Markt ist mit 7 Hektarn Größe der Größte in der südlichen Hemisphäre. Kaufen kann man hier alles, das liegt nicht nur an der Standortfläche, sondern auch an den zahlreichen Kulturen, die sich hier wiederfinden. Chinesen, Briten, Griechen, Italiener, Kroaten, Iren oder Vitnamesen- alle leben hier, viele haben ihre Stände auf diesem Wochenmarkt, der übrigens an 5 Tagen der Woche geöffnet ist.

Nicht "nur" Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Geflügel oder Meeresfrüchte soweit das Auge reicht- auch Feinkost, Gourmet- und Delikatesswaren kann man hier kaufen. Die beste Zeit dafür ist verständlicherweise früh am Morgen, da zahlreiche Köche für Spitzenrestaurants früh aufstehen, um sich die besten Waren zu sichern.

                     

                     

Man muss allerdings nicht ausschließlich hungrig sein, um das Angebot des Marktes zu genießen. Darüberhinaus gibt es gefühlt Kilometerlange-Stände für Bekleidung, Schuhe, Schmuck, handgearbeitete Kunst und Handwerkswaren. Stände für Hüte (oben links) oder Kostüme (Pokemonkostüm, oben rechts) gibt es Dutzende!

Fortbewegung- überhaupt kein Problem. Neben Bussen, Zügen und Taxis gibt es die klassische Tram (Straßenbahn). Diese fahren in alle Ortsteile von Melbourne uns sind verhältnismäßig günstig (4$ für 2 Stunden), darüberhinaus gibt es eine (oben), die den City Circuit (um die Innenstadt) umfährt und kostenlos ist- erfahrungsgemäß die Vollste von allen.

 

Wolkenkratzer und historische Gebäude gibt es hier jede Menge. Der Eureka Tower (oben) ist mit 297m zwar nur der zweithöchste Turm Australiens, nach dem Q1 Tower an der Gold Coast (323m), besitzt dafür allerdings die höchste Aussichtsplattform der gesamten südlichen Halbkugel- soso, ein weiterer Superlativ.

 

Kirchen gibt es ebenfalls sehr viele, die Bekanntesten sind die St. Patricks Cathedral (oben) und die St. Paul's Cathedral (unten).

Die römisch-katholische St. Patrick's Cathedral zählt, wie sollte es anders sein, zu den Größten Australiens. 1974 erhielt die Kirche den Titel einer päpstlichen Basilica Minor- für Unwissende: "Basilica minor ,kleinere Basilika‘ ist ein besonderer Ehrentitel, den der Papst einem bedeutenden Kirchengebäude verleiht." (Wikipedia)

Weiter unten, die zentralgelegene St. Paul's Cathedral- Arbeitsplatz des Bischofs. Tolle Architektur, klasse Akkustik, hohe Holzdecke und schöne Glasfenster lassen sich hier entdecken.

                     

Chinatown- die größte und älteste chinesische Stadt in Melbourne. Chinatown wurde 1854 von den ersten chinesischen Einwanderern gegründet, und ist heutzutage wegen der vielen Restaurants, Cafes, Bürokomplexe und Kulturen ein wichtiger Arbeitgeber und Touristenmagnet!

                     

Hier trifft man sehr viele Bettler oder eben Menschen, die ihren Verdienst in der Fußgängerzone aufbessern wollen- als Straßenkünstler in Melbourne kann man viel Geld verdienen. Diese Künstler hier konnten stundenlang in der Luft sitzen (oben, rechts).

Bahnhofsgebäude in der Flinders Street- tägliches Aufkommen von 85.000 Pendlern und 15.000 Zügen. Damit allerdings nur der Größte im Bundesstaat Victoria.

Den Freitag, mein letzter Tag in Australien, gehe ich etwas entspannter an. Vermutlich noch ein Spaziergang in den Royal Botanic Garden und eine Stadiontour im Football- und Crickettempel von Melbourne, dem Etihad Stadium. Was am Donnerstag passiert? Lasst Euch überraschen.

02Februar
2014

Weinprobe im Hunter Valley

Am heutigen, meinem letzten Tag in Sydney, haben wir eine Tagestour ins Hunter Valley gemacht, eine der Topadressen für Top-Weine. Mit im Tourpaket waren unter anderem 4 Weinproben auf 4 verschiedenen Weingütern- keine einfache Sache an diesem Tag, der mit 37° der bisher Wärmste war. Aber von Nix kommt ja bekanntlich Nix- also, ran an die Gläser!

1/4 Lucy in the Sky: Bubbly Rosé, Verdelho, Rosé, Merlot & Shiraz

2/4 Wo war das nochmal? Jedenfalls erzählte man uns stolz, dass hier einer der Top 3 Weine Australiens herkommt- joa, da sagt man doch nicht nein!

                   

Weinprobe im alten Landhausstil

3/4 ... irgendwo im Hunter Valley: Hier gab es hauptsächlich Sekt und Süßkram,  wie Erdbeersekt etc.- gar nicht mal so lecker, aber der Rest war gut!

4/4 Ob es an dem Wetter lag, am Weingut oder an den Verkostungen zuvor? Hier hat nicht mehr viel geschmeckt. Als ich dachte, wow, ist das süß- wurde der Geschmack noch süßer. Letztendlich Zuckerwasser!?

Dennoch, ein definitiv gelungener Tag, der uns beide aus der Großstadt Sydney gebracht hat. Zurück in Sydney sind wir noch auf einen Abstecher in die Opera Bar gegangen, welche direkt neben der Oper liegt- wer hätte das gedacht. :-) Mit dem vorerst letzten Bier in Sydney wurde gleichzeitig der letzte Zucker vom letzten Weingut runtergespühlt.

Leider nicht auf dem Weg nach Victoria- morgen nehme ich den Flieger nach Melbourne, Victoria

01Februar
2014

Der schönste Zoo in der schönsten Stadt- Ausflug ins Reich der Tiere

Heute waren wir, Kathi, mit der ich zusammen in Arnsberg Badminton spiele und die hier zur Zeit die Praxisphase ihres Dualen Studiums hat, im Taronga Zoo. Dieser ist innerhalb von 12 Minuten vom Circular Quay, der Fährstation im Hafenviertel, erreichbar. 1916 gegründet, besitzt Taronga Zoo neben Koalas, Kängurus und Bongos über 2.600 Tiere.

Auf zum Anfang: In der Gondel mit Blick auf Sydney

Koalas schlafen bis zu 20 Stunden am Tag, vermutlich das Beste, was man bei diesem Wetter machen kann.

                     

 Sein Kumpel entspannt 2 Gehege weiter

Was soll man auch sonst bei so einem Wetter machen? ...

In der wilden Welt der Reptilien: Hallo.

                      

Elefanten beim Erdnussknacken- lustige Herde. Im Taronga Zoo ist der erste Elefant Australiens zur Welt gekommen.

Ganz hoch im Kurs: Rumrüsseln ... oder eben auch ....

                                                 

                                                                                     ... Elefantenliebe ...

Zwischen Tieren und Pflanzen: Blick auf die Harbour Brige im Hintergrund

Diesen Kerl habe ich vorher noch nicht gesehen, nennt sich "Bongo" und kommt aus Afrika.

 

                     

Schöne Tiere vor schönem Hintergrund: Giraffen vor Sydney's Skyline

 

Im Anschluss daran noch einige, wenige Fotos aus der Stadt:

             

       St. Mary's Cathedral im Stadtzentrum                                         Sydney Tower Eye

"The Pool of Reflections" + Memorial im Hyde Park

31Januar
2014

Blue Mountains National Park- definitiv ein unvergessliches Erlebnis!

Mein heutiges Ziel waren die Blue Mountains, die etwa 2 Stunden westlich von Sydney liegen. Einige der Gebiete im Blue Mountains National Park, einer  riesengroßes Gebirgskette, sind Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Warum der Name? Bei genauerer Betrachtung der Bilder (unten) stellt man fest, dass der Horizont auf den Bergspitzen häufig blau schimmert. Weil?...

... "Die Blätter des Eukalyptus verdunsten ein Ätherisches Öl deren feiner Nebel über den Bergen liegt und bei Tageslicht durch Rayleigh-Streuung einen blauen Schimmer verursacht und den Blue Mountains den Namen gibt." (Danke, Wikipedia)

Klingt logisch, oder? Um die Beschreibung noch kurz zu vervollständigen:

"Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein auch heute noch sichtbares Sandstein-Plateau, in welches Flüsse tiefe Täler gegraben haben. Bewohnt waren sie seit mindestens 14.000 Jahren von Aborigines; seit 1813 werden sie auch von Weißen besiedelt. Um 1900 gab es Bergbau verschiedener Rohstoffe [...], mittlerweile ist das Gebiet geschützt und wird touristisch genutzt – vor allem von Katoomba und dem Great Highwayh aus." (Wikipedia)

Katoomba war auch mein Ausgangspunkt. Gebucht hatte ich mir einen Hop-on-Hop-off Explorer Bus. Dieser Bus fuhr ingesamt 34 verschiedene Spots im Blue Mountains National Park an und gab mir die Möglichkeit, immer da auszusteigen, wo ich gerne genauer schauen wollte. Nach genauerer Betrachtung und einigen Fotos bin ich dann im nächsten Bus eingestiegen, oder weiter zur nächsten Haltestelle gewandert und auf den nächsten Bus gewartet. Einfach, effektiv und abwechslungsreich- gewandert bin ich insgesamt circa 4 Stunden, den Rest hat der Bus erledigt.

Start in Katoomba: 37° (!), 90% Luftfeuchtigkeit und strahlend blauer Himmel.

                  

Vorbei an ausgetrockneten Flussläufen, Wüstenlandschaften und- auch Regenwäldern

                  

Der erste Blick auf die Blue Mountains-

das Schimmer erkannt man aus weiter Ferne

Scenic Skway: Die Luftseilbahn fährt in 270m Höhe über das Jamison Valley 

                 

                 

                 

Eine der Attraktionen schlechthin- die "Three Sisters" vom Echo-Lookout-Point

                  

Neben den Blue Mountains waren die Wege durch die verschiedenen Landschaften ein richtiges Highlight. Im Folgenden einige Bilder, die ich auf dem Weg geschossen habe- es war so heiß!!

                 

                  

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